Nun ist Töchterchen wieder zurück, s.u. ... und was mach ich jetzt mit meinem Blog?

Ich weiss noch nicht, aber erstmal nutz ich den Platz als Speicher für ausprobierte, gelungene Rezepte ...

mal sehn, was dann draus wird!

Köln, ab August 2011


WARUM NOCH EIN BLOG MIT REZEPTEN????
Als 1ste Hilfe für mein girl abroad, als vorbeugendes oder rechtzeitig einzusetzendes Mittel gegen etwa aufkommendes Heimweh!

Hier soll kein Kochbuch entstehen -
sondern eine Sammlung von Rezepten für Gerichte, wie wir sie mögen und wie sie mein Mädel in der Ferne vielleicht vermisst und nachkochen möchte.

Mengen werden nur angegeben, wo unbedingt erforderlich, ansonsten gilt: möglichst den Topf voll machen - am besten den größten, der vorhanden ist. Sollte das zuviel sein: Freunde einladen! Sollte dennoch was übrig bleiben: für vielleicht irgendwann mal einsetzende schlechte Zeiten aufheben, also einfrieren. Könnte ja irgendwann mal passieren, dass man tatsächlich nicht frisch kochen kann - schwere Erkrankung o.ä....?


Sonntag, 12. September 2010

Entenbrust mit Balsamicosauce

Pro Person eine Entenbrust, Fettschicht ablösen und Fleisch in nicht zu kleine flache Stücke schneiden.

In Rotwein mit 6 Lorbeerblättern, 6 Nelken, etwas Thymian, einer Prise Zimt 4 Std. marinieren - der Rotwein sollte das Fleisch vollständig bedecken.

Fleisch herausfischen, auf einem Tuch trocknen.

Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf geben und bei großer Hitze einkochen und einkochen - zum Schluß sollen gerade mal 2 Eßl. pro Portion übrig bleiben. Kurz bevor das soweit ist, mit dem Abschmecken beginnen: nicht zu wenig Balsamessig, Salz und Pfeffer sind auch wichtig. Vielleicht 1/2 Teel. Orangen-Marmelade, 1/4 Teel. Tomatenmark zugeben. Ständig weiter abschmecken und ergänzen, bis der Gaumen überzeugt ist. Die fast fertige Sauce beiseite stellen.
Jetzt die möglichst trockenen Fleischstücke in einer Pfanne mit heißer Butter (vorsichtig: spritzt!) anbraten, salzen, auf die andre Seite drehen und raus - das Brustfleisch sollte innen noch rosa sein, deshalb dauert die Braterei kaum 2 Minuten. Das Fleisch in eine Servierschüssel geben.

Die vorbereitete Sauce in die heiße Pfanne schütten, damit sie noch den Bratsaft aufnimmt, wieder vom Feuer nehmen und pro Portion 1 Teel. kalte Butter einmontieren (mit dem Schneebesen oder auch dem Zauberstab unterrühren, dadurch wird die Sauce gebunden)  Sauce über das Fleisch geben: Fertig! 

 
Dazu passen am besten glasierte Möhren, sonst nichts!

Dazu 2-3 Eßl. Butter erhitzen, 2 Eßl. Zucker zugeben und unter Rühren karamellisieren, aber nicht braun werden lassen. Schräg in dünne Stücke geschnittene Möhren zugeben, salzen und mit Wasser bedecken. Einmal aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze zugedeckt langsam gar ziehen lassen, das dauert je nach Dicke 10-15 Min., zum Schluß Deckel abnehmen, damit die Flüssigkeit fast völlig einkocht.

Vom Feuer nehmen, weitere 2-3 Eßl. Butter in Flöckchen zugeben und den Topf leicht rütteln, damit die Möhren mit dem eingekochten Sud 'glasiert' werden - sie sollten also schön glänzen.

Zusammenfassend: das Resultat kann mit Fug und Recht Aufsehen erregend genannt werden!

Gateau Berbelle

nach all dem Deftigem jetzt mal was für die schlanke Linie :-)

für diesen Schokoladenkuchen, der in einer Springform mit 18cm Durchmesser gebacken wird (für größere Mengen entspr. erhöhen)

140 gr Butter, 120 gr. Zucker, 3 Eigelb (Eiweiß wird später noch benötigt) schaumig rühren und 2 Eßl. Rum zugeben. In einem kleinen Topf auf schwacher Hitze 1 Tafel Zartbitterschokolade (ich nehme am liebsten Lindt 70 %) schmelzen lassen - solbald sie flüssig ist, mit der Eigelbbutter verrühren, dann 90 gr. Mehl unterrühren.

Das Eiweiß sehr steif schlagen, davon 2-3 Eßl. unter den Teig rühren, den Rest vorsichtig unterheben.

In eine gebutterte Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei etwa 180° 15 Minuten backen, dann mit 2 Eßl. gestifteten Mandeln bestreuen und weitere 20 Min. backen lassen.
Den Kuchen aus der Form nehmen und in Aufolie gewickelt mindestens 24 Std. durchziehen lassen - erst dann entwickelt sich sein überaus köstliches Aroma!

Vor dem Servieren dünn mit leicht gesüsster Schlagsahne bestreichen.

Zusammenfassung: Weit abgeschlagen humpeln da die Kalorienbomben aus der Konditorei übers Feld ... und brownies kommen noch viel später!

Donnerstag, 9. September 2010

Rheinisches Sauerkraut

Etwas fetten geräucherten Speck würfeln und auslassen, Grieben entfernen.
500 Gr. Sauerkraut zerzupfen und in dem Fett anschmoren, 10 Wacholderbeeren und 2 Lorbeerblätter zugeben, Wasser (oder vielleicht doch Kochwein?) zugeben und 30 Minuten schmoren, gelegentlich umrühren.
500 gr. Kasseler o.ä. gepökeltes (eingesalzenes) und möglichst auch geräuchertes Fleisch mit Knochen zugeben und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einer Pfanne Schweineschmalz erhitzen und darin 2-3 in Scheiben geschnittene Zwiebeln anrösten sowie Salzkartoffeln kochen und mit etwas Milch zu Kartoffelpüree stampfen (nicht mit dem Zauberstab, das gibt klebrige Kartoffelpaste!), mit Muskat abschmecken.
Sauerkraut und Kasseler auf dem Kartoffelpüree anrichten, mit den Röstzwiebeln garnieren.

Zusammenfassend: deftiger Heimatgeschmack - das was von Dir als German Kraut erwartet wird?

Betrunkenes Grillhähnchen (beer can chicken)

Keine Angst, das Hähnchen wird nicht wirklich betrunken ...

Ein frisches bratfertiges Hähnchen kräftig mit Öl und Gewürzmischung für Brathähnchen einreiben.
Eine Bierdose zu 1/3 ausleeren, in eine Auflaufform stellen - etwas Wasser zufügen, damit austretendes Fett nicht verbrennt.
Das Hühnchen über die Dose stülpen, die Halsöffnung mit halbierter Zwiebel oder Kartoffel schließen, damit keine Bierdämpfe austreten.

Bei 160-180° etwa 1- 1 1/4 Stunden in den Backofen, bis die Haut schön goldbraun ist.
dazu vielleicht Rosmarinkartoffeln oder 'echte' Pommes?

Zusammenfassend: ein ungewöhnliches Rezept für mich Nie-Biertrinker, aber garantiert saftiges Fleisch und ein toller Geschmack!

Freitag, 3. September 2010

Unsere 'tarte tatin'

Äpfel (möglichst Boskop o.ä. säuerliche Sorte) schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden,
Blätterteig ausrollen, in eine gebutterte Tarteform geben, einige Male mit der Gabel einstechen und die Äpfel dachziegelartig auflegen, zuckern und bei etwa 200 ° 10-15 Minuten backen.
Noch warm mit Zimt bestreuen und sofort futtern.


Zusammenfassung: Demoiselle Tartin würde sich im Grabe umdrehen!

Pfannkuchen

die dann mal mit Mengenangaben für 4 Personen:

200 gr Mehl, 5 Eier, 400 ml Milch, Salz, 25 gr. Zucker
alles miteinander verrühren, 10 Minuten quellen lassen, wenig Teig in etwas Butter in der Pfanne abbacken.
Zucker evtl. erst später als Puderzucker drübergeben, dann eignet sich der Teig auch für herzhafte Pfannkuchen mit Kräutern, Schinken, Tomate, Käse, Pilzen usw....

zusammenfassend: eigentlich braucht niemand dafür ein Rezept!