Nun ist Töchterchen wieder zurück, s.u. ... und was mach ich jetzt mit meinem Blog?

Ich weiss noch nicht, aber erstmal nutz ich den Platz als Speicher für ausprobierte, gelungene Rezepte ...

mal sehn, was dann draus wird!

Köln, ab August 2011


WARUM NOCH EIN BLOG MIT REZEPTEN????
Als 1ste Hilfe für mein girl abroad, als vorbeugendes oder rechtzeitig einzusetzendes Mittel gegen etwa aufkommendes Heimweh!

Hier soll kein Kochbuch entstehen -
sondern eine Sammlung von Rezepten für Gerichte, wie wir sie mögen und wie sie mein Mädel in der Ferne vielleicht vermisst und nachkochen möchte.

Mengen werden nur angegeben, wo unbedingt erforderlich, ansonsten gilt: möglichst den Topf voll machen - am besten den größten, der vorhanden ist. Sollte das zuviel sein: Freunde einladen! Sollte dennoch was übrig bleiben: für vielleicht irgendwann mal einsetzende schlechte Zeiten aufheben, also einfrieren. Könnte ja irgendwann mal passieren, dass man tatsächlich nicht frisch kochen kann - schwere Erkrankung o.ä....?


Freitag, 31. Dezember 2010

Große Neujahrsbrezel


2 Würfel Hefe und 500 ml lauwarme Milch verrühren. Mit 1 kg Mehl, 160 gr. flüssiger Butter , 160 gr. Zucker, 1 Tl. abgeriebene Zitronenschale, 2 Eiern und einer Messerspitze Salz verkneten. 30 Minuten an warmen Ort gehen lassen.

600 gr. Teig abwiegen. Den Rest zu einer etwa 120 cm langen Rolle formen, als Brezel auf ein geöltes Blech legen. Den übrigen Teig dritteln, je zu 30 cm langen Rollen formen und einen Zopf flechten. Mit etwas Wasser bepinseln, auf die Brezel kleben und 20 Min. gehen lassen.

Die Brezel mit verquirltem Eigelb von 2 Eiern bestreichen und bei ca 170° (Umluft 150°)  30 Min. backen. Etwas abkühlen lassen und mit Hagelzucker bestreuen.

Das Ergebnis ist eine RIESENBREZEL für 20 Portionen. Für den Hausgebrauch reicht auch die normale Größe, dann einfach die angegebenen Mengen halbieren, den geflochtenen Aufsatz weglassen und den Teig direkt dritteln, zum Zopf flechten zur Brezel formen.


Zusammenfassend: Ins neue Jahr kommt man nur mit Dinner for one und Neujahrsbrezel!!!!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Krautkrapfen

Diesmal zusammenfassend vorweg: das ultimative Weihnachtsgans-Resteessen -

wir lassen dafür auch schon mal das Gänseessen an sich ausfallen und gehen gleich zum 'Resteessen' über:

Gänsefleisch fein zerpflücken bzw. klein schneiden. Bratensatz entfetten - beides geht am Besten, wenn man den Bräter bei diesen winterlichen Temperaturen ein Weilchen draussen stehen lässt, aber Vorsicht: Katzen!

2 kleingeschnittene Zwiebeln in Gänsefett anbraten,  1 kg Sauerkraut zerpflücken und anschmoren, mit 2 Tassen Brühe, notfalls Wasser ablöschen und etwa 15 Min. garen lassen.

Aus 600 gr. Mehl, 1 Tl. Salz und 6 Eiern einen Nudelteig herstellen und portionsweise dünn ausrollen, es sollten Platten von ca. 30x40 cm entstehen.

Die Nudelplatten dünn mit Sauerkraut und Gänsefleisch belegen und dann aufrollen. Die Rollen quer in 3 bis 4 Teile teilen, diese 'Wickel' dann aufrecht in eine Auflaufform stellen. Bratensatz und ggf. noch etwas von dem Bratenfett darübergeben und im Backofen schön braun schmurgeln lassen.

Zum Reinlegen lecker!!!!

Wenns schneller gehen soll, können die selbstgemachten Wickel auch ersetzt werden durch gekochte Nudeln; dann gibts halt einen Gänse-Sauerkraut-Nudelauflauf !

Sonntag, 12. Dezember 2010

BRATÄPFEL mal heiß, mal kalt

Je Person einen großen säuerlichen Apfel waschen und das Kerngehäuse oder auch etwas mehr vom Inneren entfernen. In eine ofenfeste Form setzen, Zitronensaft ins Apfelinnere träufeln.
100 gr. Butter erhitzen und über die Äpfel gießen, damit die Aussenhaut beim Braten geschützt ist.

Füllung aus 50 gr. Rosinen, 50 gr. gehackten Nüssen, 1 Eßl. Zucker und 1 Teel. Zimt mischen und in die Äpfel füllen. Wer mag, mischt auch noch 50 gr. Marzipan und/oder Preisselbeermarmelade darunter.

Bei 175° etwa 45 Min. backen und noch heiß auf Vanillesoße servieren.

Die kühle Variante eignet sich besonders für ein Festessen,  denn man kann sie gut vorbereiten und aus dem Eis holen, wenns soweit ist:
 
Hierzu die Äpfel schälen, entkernen und würfeln. In eine feuerfeste Form geben. Gewürfelten Marzipan und gehobelte Mandeln dazu und mit 1 Teel. Zimt, 2 Eßl. Amaretto und 50 ml. Apfelsaft begießen. 
Im Backofen 20 Minuten garen, dann abkühlen lassen.

Masse evtl. grob pürieren, sollte aber noch stückig sein. 3 Eigelb mit 150 gr. Zucker und Mark einer Vanilleschote dickschaumig rühren. Bratapfelstücke und 2 Eßl. Calvados (oder Apfelsaft) unterrühren. Dann 400 ml Sahne steif schlagen und vorsichtig unterheben.

4 Eßl. Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett hellbraun rösten. Eine längliche Kuchenform mit Klarsichtfolie auslegen, die abgekühlten Mandeln einstreuen und die Creme einfüllen, mindestens über Nacht gefrieren lassen.

Zum Servieren Parfait stürzen, Folie abziehen, in Scheiben schneiden und mit Karamellsauce oder frischen Früchten servieren.

Zusammenfassend: auch schon zum dritten Advent ein Festessen! 



Samstag, 20. November 2010

Kölsche Rievkooche


für 3 Personen 1,5kg Kartoffeln schälen, waschen und fein reiben (geht in der Küchenmaschine natürlich ratz fatz - notfalls aber auch gut per Pfote auf einer Haushaltsreibe).

Kartoffelmasse in ein Tuch oder ein Sieb  geben und ausdrücken, dabei das Wasser in einer Schüssel auffangen. Nach etwa 15 Minuten hat sich Kartoffelstärke abgesetzt, die man durch vorsichtiges Abgiessen des Wassers zurück behält.

2 Zwiebeln schälen und ebenfalls reiben, zusammen mit 4 Eiern und der Kartoffelstärke unter die Kartoffelmasse mischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuß würzen; evtl. zur Bindung noch einen Eßl. Mehl unterrühren.

In heißem Öl schwimmend ausbacken, anschließend auf Küchenkrepp gut abtropfen lassen.

Dazu gehört rein kölsch nichts anderes als Apfelmus.

Abgewandelt schmeckt aber auch ein Kraüterquark gut dazu; manche mögen sie auch mit Lachs oder Schinken und Creme fraiche!

Zusammenfassend: ...hatten wir gerade
- sind selbstgemacht wirklich soooo unschlagbar lecker - darauf sollte auch Deine amerikanische Familie nicht verzichten müssen... !!!!

Mittwoch, 17. November 2010

Calzone Antipasti

Für die Calzone einen Hefeteig herstellen, mit feuchtem Tuch abdecken und eine Stunde gehen lassen. Alternativ auf backfertigen Hefeteig zurückgreifen.

Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen , in zwei Hälften teilen, eine davon auf ein bemehltes Backblech geben.

Für die Füllung etwa 50 gr.eingelegte getrocknete Tomaten in Öl, 50 gr. grüne Oliven, 50 gr. geriebener Parmesan mit 2-3 Eßl. Olivenöl mit dem Mixstab glatt pürieren.

Etwa 300-400 gr. gemischte vegetarische Antipasti (vom 'Italiener um die Ecke') mit der Tomatenmasse vermischen und auf den Teigboden verteilen.

Die zweite Teighälfte darüber geben, an den Rändern fest andrücken und den Teig mit der Gabel einige Male einstechen.

Calzone 15 Minuten bei 220 °C auf der untersten Schiene des Backofens backen.

Zusammenfassend: noch ein schnelles -vegetarisches- Rezept!!!!


Dienstag, 16. November 2010

Schnelles Winter-Couscous

Speckwürfel und Lauchringe in einer beschichteten Pfanne anbraten, Möhren, Sellerie-  und/oder Kürbiswürfel sowie Kichererbsen (da sind sie wieder -auch hier: aus der Dose!) zugeben und weiter braten. Sofern erhältlich, kann auch enthäutete Tomate (auch hier: besser aus der Dose als gar nicht), Paprika, aber auch Zucchini  beigegeben werden;  Nach Wunsch klassisch mit Salz und Pfeffer oder besser mit Raz el hanout würzen. Mit etwa 350 ml Gemüsebrühe ablöschen.

250 gr. Instant-Couscous mit 1 Eßl. Olivenöl verrühren und mit in die Pfanne geben; die Herdplatte ausschalten und 5 Min. quellen lassen.

Für große Fleisch(fr)esser kann man vorab noch Hähnchen- oder Lammfilet in mundgerechten Stücken kurz braten und zum Couscous geben. Andere Fleischstücke eignen sich wegen längerer Garzeit hier nicht!

Wer mag, kann dazu noch Joghurt mit Salz, Pfeffer, evtl. Knoblauch und Olivenöl gerührt reichen.

Fazit: kein Couscous royale, aber für den normalen Hausgebrauch machbar und lecker!

Sonntag, 14. November 2010

Huhn auf Reis

Huhn wie im Rezept Schlosssuppe beschrieben kochen und so eine gute kräftige Hühnerbrühe herstellen. Alternativ ein Huhn oder Hühnerteile mit Suppengrün und Gewürzen gut eine Stunde köcheln, Fleisch herausnehmen, Brühe abschmecken und entfetten (das geht am Besten, wenn man sie kalt stellt, dann kann man das Fett mit Küchenpapier abnehmen).
Wenns mal ganz schnell gehen soll, Brühe aus dem Glas nehmen und darin Hähnchenfilet gar ziehen lassen.

2 Eßl. Butter erhitzen, 2 Eßl. Mehl hinzufügen und unter Rühren farblos anschwitzen. Soviel Brühe zufügen, das eine leicht gebundene Sauce entsteht, 10 Minuten leicht köcheln lassen, dabei immer wieder rühren, damit nichts anbrennt.

Hühnerfleisch in mundgerechte Stücke zupfen und mit etwas Sahne in der Sauce erhitzen; vom Herd nehmen und Zitronensaft dazugeben, erneut abschmecken.

Auf Reis servieren und mit Petersilie o.ä. dekorieren.
Dazu passen auch gut glasierte Möhrchen, Rezept weiter unten!

Eines der Lieblingsrezepte von Oma Chiwa!

Dienstag, 9. November 2010

Weckmänner

600 gr Mehl, 40 gr. Hefe und 250 ml lauwarme Milch verrühren, 15 Minuten ruhen lassen.

100 gr. Butter zerlassen und mit 2 Eiern, 60 gr. Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, einer Prise Salz, der abgeriebennen Schale einer halben Zitrone und dem Vorteig mischen, wieder 15 Minuten ruhen lassen.

Teig 1 cm dick ausrollen und Weckmänner ausstechen oder formen. Mit Eigelb bestreichen und mit Rosinen dekorieren; erneut 15 Minuten ruhen lassen (die Hefe will ja arbeiten können)

Backofen auf ca. 180° C vorheizen, 10-15 Minuten backen.

Zusammenfassend: dem einen sein Halloween, dem anderen sein St. Martin....

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Plätzchen: Macadamia-Sablets und Erdmännchen

Also:man kann ja nie früh genug anfangen mit den Advents- oder Weihnachtsplätzchen (so man die denn mag...)
denke, das ist auch in Amerika so, oder?

Also mein Schatz, zeig denen mal, was sich neben Big Mac und Co auch geschmeidig gut auf die Hüften legt:

zum Beispiel:

Macadamia-Sabléts

150 gr Puderzucker, 300 gr. weiche Butter und 100 gr. Macadamia-Mus (Reformhaus, ersatzweise zusätzliche gemahlene Nüsse s.u.) cremig rühren. 1 Eigelb zugeben, Eiweiß kalt stellen. 1/2 Teel. Salz und Mark von einer Vanilleschote zugeben und 500 gr. Mehl zügig unterkneten.

Teig in 4 Teile teilen, auf bemehlter Fläche zu jeweils 4 Rollen von ca 20 cm Länge und 3 cm Durchmesser rollen; mit Folie abgedeckt 2 Std. kalt stellen.

200 Gr. Macadamia-Nusskerne im Blitzhacker grob hacken und auf ein flaches Blech geben. Teigrollen aus der Kühlung nehmen, dünn mit Eiweiß einpinseln und in den Nüssen wälzen, leicht andrücken.

Aus den Rollen 1,5 cm starke Scheiben schneiden und mit 2 cm Abstand auf mit Backpapier ausgelegete Backbleche legen.

Im vorgeheizten Backofen bei 190°C (Umluft 170°C) 12-15 Min. backen bis der Rand hellbraun wird.

1 Glas (125gr) Amarenakirschen abtropfen lassen und Sirup auffangen. Kirschen halbieren. 400 gr. Himbeergellee mit Amarenasirup erwärmen und 8-10 Min. schwach köcheln lassen.

Die vollständig abgekühlten Sablés gleichmäßig mit je 1 Teel. Gelee bestreichen und mit 1/2 Amarenakirsche garnieren.


Erdmännchen

70 gr. geröstete, ungesalzene Erdnüsse im Blitzhacker sehr fein hacken. 200 gr. Marzipanrohmasse fein reiben und mit den gemahlenen Erdnüssen, 40 gr. Mehl, 50 gr. cremiger Erdnussbutter, 80 gr. Puderzucker, 1 Eiweiß und einer Prise Salz in einer Schüssel zu einem glatten Teig verkneten. In Klarsichtfolie wickeln und 1 Std. kalt stellen.

Aus dem Teig 35 walnussgroße Kugeln formen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. 50 gr. Erdnüsse halbieren, jeweils 3 Erdnusshälften hochkant seitlich auf die Kugeln setzen und fest andrücken.
1 Eigelb mit 1 Eßl. Wasser verquirlen und die Erdmännchen damit bestreichen.

Bei vorgeheizten 150°C 15-18 Min. backen, auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.

Ganz schön werden die Teile, wenn man sie noch mit dem Boden in ein Schokobad (im warmen Wasserbad vorsichtig geschmolzene Kouvertüre) taucht, dann auf Backpapier legen und trocknen lassen.


Zusammenfassend: einfach und lecker ...
und nach dem ersten Backen stellt Anna hier ein Foto ein, damit auch den anderen das Wasser im Mund zusammenläuft?

Freitag, 15. Oktober 2010

Kürbissuppe

Einen Hokkaido ungeschält, einen Butternut schälen, beide entkernen und in grobe Stücke schneiden, mit Knoblauch in Öl anbraten. 4 Kartoffeln und ein daumengroßes Stück Ingwer schälen und würfeln, zu dem Kürbis geben und mit Gemüsebrühe (ca 2 l) auffüllen. Vanilleschote aufschneiden und auskratzen, das Mark zur Suppe geben, die Schote aufheben.

Etwa 20 Minuten köcheln, anschließend pürieren, die Vanilleschote zugeben und weiter köcheln lassen.

Nun die Würze:
Salz und Pfeffern, Cayennepfeffer, Curry, ein wenig Zimt, Koriander und Muskat sowie 200 ml Sahne zugeben, umrühren und abschmecken. Es sollte im zweiten Schluck eine deutliche, aber doch leichte Schärfe zu schmecken sein ... eventuell nachwürzen.

Vanilleschote rausnehmen, nochmals pürieren und mit Orangensaft (möglichst frisch gepresst, dann aber durchgesiebt) abschmecken.

Mit einem Klecks Creme fraiche oder Sahne und evtl. einigen Safranfäden garnieren.

Zusammenfassend: das Partyrezept für Helloween .. reicht für etwa 10 Personen!!!

Sonntag, 10. Oktober 2010

Provencalisches Gemüsegratin

für 2 Personen etwa

3 Kartoffeln in Scheiben,
2 kleine Zucchini, 1 Aubergine, 1 große rote Paprika in mundgerechte Stücke,
4 Schalotten und  3 Knoblauchzehen in dünne Scheiben schneiden.

Kartoffeln ziegelartig auf den Boden einer geölten Gratinform geben, salzen und mit Thymian betreuen. Das übrige Gemüse mischen, die Hälfte davon auf die Kartoffelscheiben geben und mit grobem Pfeffer, Salz und Thymian kräftig würzen.
Etwas Olivenöl darübergeben, das restliche Gemüses darauf legen und wieder würzen.

Die Fleischtomaten enthäuten (20 Sek. mit kochendem Wasser überbrühen, dann löst sich die Haut besser) in Scheiben schneiden und dicht an dicht auf das Gemüse geben. Noch ein letztes Mal mit Salz, Thymian und Olivenöl würzen.

In dem auf 200° C vorgeheizten Backofen etwa eine Stunde backen, dabei beobachten, dass die Tomaten nicht verbrennen - notfalls mit Alufolie abdecken.

Gemüse pur - allenfalls mit einem großzügigen Schluck besten Olivenöls verfeinert - mit Weißbrot genießen!

Zusammenfassung: das würde auch Ratatouille besser schmecken als die nach ihm (??) benannte französische Gemüsepampe....

Harry's Grüne Bohnen

Grüne Bohnen putzen, also Stengelansatz abschneiden und ggf. vohandene Fäden nach unten abziehen (besser: zB Keniabohnen oder ganz junge grüne Bohnen nehmen, die haben keine Fäden).

In kochendes Salzwasser geben, evtl. Bohnenkraut zugeben, und bissfest garen - das dauert je nach Dicke der Bohnen etwa 7-10 Minuten. Die Zugabe von einer Messerspitze Vitamin C  (Apotheke) oder einem halben Teelöffel Hausnatron verhindert übrigens erfolgreich, dass die Bohnen die schöne frisch-grüne Farbe verlieren!
Abschütten, wenn möglich in Eiswasser abkühlen.

In einer Pfanne Butter erhitzen, darin Zwiebel- und Schinkenwürfel anbraten, Bohnen zugeben und kurz braten, bis diese wieder richtig heiß sind. Mit Salz und Pfeffer würden.

Passt hervorragend zu Steak.

Fazit: Harry würde sich freuen, zu hören, dass sein Gemüse auch bei girlies ankommt!

Sonntag, 12. September 2010

Entenbrust mit Balsamicosauce

Pro Person eine Entenbrust, Fettschicht ablösen und Fleisch in nicht zu kleine flache Stücke schneiden.

In Rotwein mit 6 Lorbeerblättern, 6 Nelken, etwas Thymian, einer Prise Zimt 4 Std. marinieren - der Rotwein sollte das Fleisch vollständig bedecken.

Fleisch herausfischen, auf einem Tuch trocknen.

Die Marinade durch ein Sieb in einen Topf geben und bei großer Hitze einkochen und einkochen - zum Schluß sollen gerade mal 2 Eßl. pro Portion übrig bleiben. Kurz bevor das soweit ist, mit dem Abschmecken beginnen: nicht zu wenig Balsamessig, Salz und Pfeffer sind auch wichtig. Vielleicht 1/2 Teel. Orangen-Marmelade, 1/4 Teel. Tomatenmark zugeben. Ständig weiter abschmecken und ergänzen, bis der Gaumen überzeugt ist. Die fast fertige Sauce beiseite stellen.
Jetzt die möglichst trockenen Fleischstücke in einer Pfanne mit heißer Butter (vorsichtig: spritzt!) anbraten, salzen, auf die andre Seite drehen und raus - das Brustfleisch sollte innen noch rosa sein, deshalb dauert die Braterei kaum 2 Minuten. Das Fleisch in eine Servierschüssel geben.

Die vorbereitete Sauce in die heiße Pfanne schütten, damit sie noch den Bratsaft aufnimmt, wieder vom Feuer nehmen und pro Portion 1 Teel. kalte Butter einmontieren (mit dem Schneebesen oder auch dem Zauberstab unterrühren, dadurch wird die Sauce gebunden)  Sauce über das Fleisch geben: Fertig! 

 
Dazu passen am besten glasierte Möhren, sonst nichts!

Dazu 2-3 Eßl. Butter erhitzen, 2 Eßl. Zucker zugeben und unter Rühren karamellisieren, aber nicht braun werden lassen. Schräg in dünne Stücke geschnittene Möhren zugeben, salzen und mit Wasser bedecken. Einmal aufkochen lassen, dann bei kleiner Hitze zugedeckt langsam gar ziehen lassen, das dauert je nach Dicke 10-15 Min., zum Schluß Deckel abnehmen, damit die Flüssigkeit fast völlig einkocht.

Vom Feuer nehmen, weitere 2-3 Eßl. Butter in Flöckchen zugeben und den Topf leicht rütteln, damit die Möhren mit dem eingekochten Sud 'glasiert' werden - sie sollten also schön glänzen.

Zusammenfassend: das Resultat kann mit Fug und Recht Aufsehen erregend genannt werden!

Gateau Berbelle

nach all dem Deftigem jetzt mal was für die schlanke Linie :-)

für diesen Schokoladenkuchen, der in einer Springform mit 18cm Durchmesser gebacken wird (für größere Mengen entspr. erhöhen)

140 gr Butter, 120 gr. Zucker, 3 Eigelb (Eiweiß wird später noch benötigt) schaumig rühren und 2 Eßl. Rum zugeben. In einem kleinen Topf auf schwacher Hitze 1 Tafel Zartbitterschokolade (ich nehme am liebsten Lindt 70 %) schmelzen lassen - solbald sie flüssig ist, mit der Eigelbbutter verrühren, dann 90 gr. Mehl unterrühren.

Das Eiweiß sehr steif schlagen, davon 2-3 Eßl. unter den Teig rühren, den Rest vorsichtig unterheben.

In eine gebutterte Springform füllen und im vorgeheizten Backofen bei etwa 180° 15 Minuten backen, dann mit 2 Eßl. gestifteten Mandeln bestreuen und weitere 20 Min. backen lassen.
Den Kuchen aus der Form nehmen und in Aufolie gewickelt mindestens 24 Std. durchziehen lassen - erst dann entwickelt sich sein überaus köstliches Aroma!

Vor dem Servieren dünn mit leicht gesüsster Schlagsahne bestreichen.

Zusammenfassung: Weit abgeschlagen humpeln da die Kalorienbomben aus der Konditorei übers Feld ... und brownies kommen noch viel später!

Donnerstag, 9. September 2010

Rheinisches Sauerkraut

Etwas fetten geräucherten Speck würfeln und auslassen, Grieben entfernen.
500 Gr. Sauerkraut zerzupfen und in dem Fett anschmoren, 10 Wacholderbeeren und 2 Lorbeerblätter zugeben, Wasser (oder vielleicht doch Kochwein?) zugeben und 30 Minuten schmoren, gelegentlich umrühren.
500 gr. Kasseler o.ä. gepökeltes (eingesalzenes) und möglichst auch geräuchertes Fleisch mit Knochen zugeben und weitere 20 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit in einer Pfanne Schweineschmalz erhitzen und darin 2-3 in Scheiben geschnittene Zwiebeln anrösten sowie Salzkartoffeln kochen und mit etwas Milch zu Kartoffelpüree stampfen (nicht mit dem Zauberstab, das gibt klebrige Kartoffelpaste!), mit Muskat abschmecken.
Sauerkraut und Kasseler auf dem Kartoffelpüree anrichten, mit den Röstzwiebeln garnieren.

Zusammenfassend: deftiger Heimatgeschmack - das was von Dir als German Kraut erwartet wird?

Betrunkenes Grillhähnchen (beer can chicken)

Keine Angst, das Hähnchen wird nicht wirklich betrunken ...

Ein frisches bratfertiges Hähnchen kräftig mit Öl und Gewürzmischung für Brathähnchen einreiben.
Eine Bierdose zu 1/3 ausleeren, in eine Auflaufform stellen - etwas Wasser zufügen, damit austretendes Fett nicht verbrennt.
Das Hühnchen über die Dose stülpen, die Halsöffnung mit halbierter Zwiebel oder Kartoffel schließen, damit keine Bierdämpfe austreten.

Bei 160-180° etwa 1- 1 1/4 Stunden in den Backofen, bis die Haut schön goldbraun ist.
dazu vielleicht Rosmarinkartoffeln oder 'echte' Pommes?

Zusammenfassend: ein ungewöhnliches Rezept für mich Nie-Biertrinker, aber garantiert saftiges Fleisch und ein toller Geschmack!

Freitag, 3. September 2010

Unsere 'tarte tatin'

Äpfel (möglichst Boskop o.ä. säuerliche Sorte) schälen, entkernen und in dünne Scheiben schneiden,
Blätterteig ausrollen, in eine gebutterte Tarteform geben, einige Male mit der Gabel einstechen und die Äpfel dachziegelartig auflegen, zuckern und bei etwa 200 ° 10-15 Minuten backen.
Noch warm mit Zimt bestreuen und sofort futtern.


Zusammenfassung: Demoiselle Tartin würde sich im Grabe umdrehen!

Pfannkuchen

die dann mal mit Mengenangaben für 4 Personen:

200 gr Mehl, 5 Eier, 400 ml Milch, Salz, 25 gr. Zucker
alles miteinander verrühren, 10 Minuten quellen lassen, wenig Teig in etwas Butter in der Pfanne abbacken.
Zucker evtl. erst später als Puderzucker drübergeben, dann eignet sich der Teig auch für herzhafte Pfannkuchen mit Kräutern, Schinken, Tomate, Käse, Pilzen usw....

zusammenfassend: eigentlich braucht niemand dafür ein Rezept!

Dienstag, 31. August 2010

Zitronenhähnchen

4 große Hähnchenschenkel waschen, gut trocknen, mit Salz und Pfeffer einreiben und in den Bräter geben.
Kartoffeln waschen, schälen und halbieren, zu den Hähnchenteilen legen, leicht salzen. 1 Tasse Olivenöl und 2 Tassen Wasser im Bräter verteilen, Kartoffeln sollten knapp bedeckt sein.
Zwei Zitronen auspressen und den Saft über das Hähnchen geben.
Fein gehackten Knoblauch und Rosmarin (oder Thymian) dazu geben und im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 45 Min.braten.
Kartoffeln und Hähnchen wenden und nochmals nur mit Oberhitze (oder unterm Grill) 15 Minuten bräunen.

Wenn mehr Zeit zum Vorbereiten ist, kann man die Hähnchenteile auch in Knoblauch, Kräuter und Zitrone marinieren, dann gibt man nachher die Marinade in den Bräter.

Zusammenfassend: ganz einfach und lecker, auch ohne Blockade der Gastelternküche machbar

Donnerstag, 26. August 2010

Couscous royale

... das königliche ... und weil Du dafür so viele Zutaten brauchst, hier erstmal eine Liste:

Lammfleisch (Haxen mit Knochen, Keule ohne)                   
Rindfleisch (ebenfalls mit und ohne Knochen)                       
Hähnchen (Keulen und Brust)                                              
Möhren                                                                               
Zucchini                                                                               
Navetten oder Kohlrabi                                                                                   
Kürbis
Weißkohl                                                                             
Tomaten                                                                              
Zwiebeln
Porree
Sellerie

Couscous, mittelgroß, vorgedämpft
Kichererbsen (Dose)
Gewürzmischung 'Raz el Hanout'
Gewürzpaste 'Harissa'
Safranfäden
frischen Koriander
frische Petersilie



dann kanns losgehen:

zunächst das Rind- und Lammfleisch mit Knochen anbraten, pfeffern und salzen, Suppengrün (Porree, Zwiebeln, Möhren, Sellerie) in groben Stücken zugeben, mit kaltem Wasser ablöschen und in ca. 1,5 Std. daraus eine gehaltvolle Brühe ziehen (köcheln lassen). Abseihen ;-) Fleisch und Gemüse anderweitig verwerten.

In der Zwischenzeit alles Gemüse waschen, putzen und in grobe Stücke zerteilen.

Nun das knochenlose Fleisch in mundgerechte, nicht zu kleine Stücke zerteilen, ebenfalls würzen und in einem sehr großen Bräter in Öl kräftig anbraten. Zwiebeln dazu geben und anrösten. Mit Raz el hanout nicht zu sparsam würzen, mit der vorgezogenen Brühe auffüllen. Etwa 1,5 Std. köcheln lassen.

Nach etwa 1 Std.nach und nach das Hähnchenfleisch (ggf. vorher auch noch angebraten oder die Haut entfernen) sowie das Gemüse zugeben, dabei die unterschiedlichen Garzeiten beachten, also zuerst Hähnchen und Möhre, dann Kürbis, Kohl und Navetten; Zucchini und Tomaten in den letzten 10 Minuten. Zwischendurch salzen nicht vergessen. Zuletzt Kichererbsen abgiessen und zufügen (falls es keine vorgekochten aus der Dose geben sollte: getrocknete in doppelter Menge Wasser 12 Std. einweichen, abtropfen lassen und wie vor verwenden). Safran einrühren, Brühe abschmecken, ggf. nochmals mit Raz el hanout nachwürzen. 
 
Jetzt das Couscous nach Packungsangabe zubereiten und aus etwas abgenommener Brühe und Harrissa-Paste (scharf!) einen Würzsud zubereiten.

Couscous auf eine große Platte geben, Fleisch und Gemüse darüber anrichten und Würzsud, grob gehackten Koriander und Petersilie zum individuellen Abschmecken bereitstellen. 

Zusammenfassung: etwas aufwändig, aber nicht nur königlich - göttlich!!!!

Rosmarinkartoffeln

Backofen vorheizen: 180-200 Grad, möglichst Umluft, Ober-und Unterhitze geht aber auch.

Möglichst kleine Kartoffeln gut waschen und in eine Bratpfanne oder ofenfeste Schale geben.
Mit grobem Meersalz bestreuen, (möglichst) frischen Rosmarin und reichlich Knoblauch grob gehackt zugeben, eine großzügige Portion gutes Olivenöl drübergeben und

für ca 30-40 Minuten in die Röhre schieben ....fertig und definitiv besser als jede Pommes!

Zusammengefasst: geht immer und zu fast allem

Mittwoch, 25. August 2010

Schloss-Suppe

Der Titel verschweigt, was wirklich drin ist:

Rindfleisch und Huhn ('double-consommé'), beides zu etwa gleichen Teilen (mindestens je 1 kg), möglichst mit Knochen, mit kaltem Wasser aufsetzen, je 8-10 Pfeffer-, Piment- und Wacholderkörner, 2-3 Lorbeerblätter sowie die Schale von einem roh aufgeschlagenem Ei zugeben. Aufkochen lassen, aufsteigenden Schaum abseihen.
Reichlich Suppengemüse putzen, grob zerteilen und zufügen: Sellerie, Möhren, Lauch, wenn vorhanden aber auch Pastinake, Petersilienwurzel, ein Stück Ingwerwurzel. Kochwasser gut salzen (nicht so viel wie beim Kartoffeln kochen, aber dennoch reichlich!)

Jetzt gibts 2 Varianten: die schnellere: mindestens 1,5 Std. sanft köcheln lassen (ergibt dann eine gute, aber doch gewöhnliche 'Hochzeitssuppe') oder -immer bevorzugen wenn Zeit ist- :

Oma Uschis 'Schloss-Suppe': Topf mit Deckel schliessen und bei 100 Grad mindestens 6 Stunden, am besten über Nacht in den Backofen! Keine Angst - bei der Temperatur verkocht nichts und brennt nichts an - nur riecht nachher vielleicht das ganze Haus  ... wens stört ....?

Brühe durch ein Sieb geben - der eigene oder Hund oder Katze der Nachbarn werden sich über das ausgekochte Fleisch, vielleicht sogar über das Gemüse freuen - uns würde es jetzt nur zwischen den Zähnen sitzen bleiben und den Genuss der Brühe trüben - also weg damit!

Brühe kalt stellen und dann die erkaltete Fettschicht abnehmen.

Erneut Suppengemüse, jetzt ganz klein gewürfelt, in die Suppe geben und in ca. 10 Min. gar kochen. Brühe mit Salz und Suppenwürze (eher kein Maggi, besser: unsere Brühpaste) abschmecken. Wer noch Fleisch in der Brühe will, müsste dies nun in der Brühe kalt aufsetzen, und ...wie oben beschrieben.... aber es geht ohne: der Geschmack ist schon drin!

Weiter verarbeiten nach Wunsch: mit Backerbsen oder mit frischer Petersilie als Suppe, oder auch mit Streifen von Pfannkuchen, aber auch als Basis für eine super gute Kartoffelsuppe o.ä.! Reste -wie sollte das passierem- eignen sich auch als tolle Basis für eine gut abgeschmeckte Salatsauce!

Zusammenfassend: hilft immer, bei Heimweh, Liebeskummer oder sonstigen schlimmen Schmerzen!

Grundsätzliches

Hier soll kein Kochbuch entstehen - sondern eine Sammlung von Rezepten für Gerichte, wie wir sie mögen und wie sie mein Mädel in der Ferne vielleicht vermisst und nachkochen möchte.

Mengen werden nur angegeben, wo unbedingt erforderlich, ansonsten gilt: möglichst den Topf voll machen - am besten den größten, der vorhanden ist. Sollte das zuviel sein: Freunde einladen! Sollte dennoch was übrig bleiben: für vielleicht irgendwann mal einsetzende schlechte Zeiten aufheben, also einfrieren. Könnte ja irgendwann mal passieren, dass man tatsächlich nicht frisch kochen kann - schwere Erkrankung o.ä....?